Springerle – mein Kindheitsgebäck
Unsere Nachbarin in dem kleinen Dorf, wo ich meine Kindheit verbracht habe, war eine geniale Bäckerin. Sie buk köstliches Brot, leckeren Zwiebelkuchen und ihr Weihnachtsgebäck, das sie in Mengen aus dem Backofen holte, war vom Allerfeinsten. Darunter waren auch Springerle, die ich nach längerer Zeit nun auch mal wieder gebacken habe.
2 Eier
200 g Puderzucker
1 Vanillezucker
275 g Mehl
1 Messerspitze Backpulver
2 El Anissamen
verschiedene Springerlemodel
Eier schaumig rühren und nach und nach Zucker und Vanillezucker zugeben. Rühren, bis die Masse cremig wird. 225 g Mehl mit Backpulver mischen und in die Eicreme rühren. Restliches Mehl auf ein Backbrett sieben, Teig drauf geben und alles verkneten. Den Teig ungefähr einen Zentimeter dick ausrolen. Die gut mit Mehl ausgepinselten Model fest in den Teig drücken. Model abheben und die Formen am Rand ausschneiden. Backblech mit Bachtrennpapier belegen und mit dem Anis bestreuten. Die ausgeschnittenen Springerle mit dem Muster nach oben darauf setzen und dabei den Anissamen “zusammenkehren”. An einem warmen Ort 24 Stunden (!) trocknen lassen.
Dann im auf 150 Grad vorgeheizten Backofen ungefähr 20 – 30 Minuten backen. Darauf achten, dass die Springerle nicht braun werden – gegebenenfalls einen Bogen Pergamentpapier darüber legen.
Springerle in eine Dose geben und geöffnet einige Tage offen stehen lassen, damit sie weich werden.
Renate
Karin
Ich habe leider keine Modeln…
Früher wurden die Springerle fein bemalt an den Christbaum gehängt, an Heiligdreikönig durften die Kinder die dann völlig trockenen und steinharten Gebäckstücke vom Baum plündern. Von daher sind mir die weiche aus der Dose lieber.
Wir haben stets einen Apfelschnitz mit in die Dose gelegt, die Dose sofort verschlossen. Das machte die Springerle schön weich. Nach einigen Tagen muss man den Apfel aber herausnehmen, damit er nicht fault oder schimmelt.
O du schöne Weihnachtszeit
Karin
Angela
Hui, da muss ich mich doch gleich auf die Suche nach meinen zwei Modeln machen, die ich vor vielen, vielen Jahren mal – ja, ich weiß es gar nicht mehr – wahrscheinlich geschenkt bekommen habe. Ein paar Plätzchen müssen noch gebacken werden, sonst reichen sie durch den “Schwund” nicht bis Weihnachten…